LSBT*IQ-Netzwerk Mittelhessen

Die Region Mittelhessen zeichnet sich durch kleinstädtisch-dezentrale Strukturmerkmale aus. Diese Eigenschaft erstreckt sich als Besonderheit auch auf Communities von Lesben, Schwulen, Bisexuellen, Trans* und Intersexuellen in der Region. Es existiert ein Kaleidoskop verschiedener Akteur*innen, Interessensvertreter*innen und Organisationen, die in ihrer Unterschiedlichkeit in besonderer Weise die heterogenen Bedürfnisse einer Vielzahl der Mitglieder der verschiedenen Communities aufzugreifen versuchen.

In diesem Bewusstsein haben die Aidshilfen Gießen und Marburg als Aidshilfen in Mittelhessen in über zwanzig Jahren die Vernetzung von LSBT*IQ-Strukturen als genuinen Bestandteil ihres Prinzips der Strukturellen Prävention verstanden und vorangetrieben. Strukturelle Prävention, verstanden als Verhältnisprävention, meint die implizite Gesundheitsförderung durch eine Hilfe zur Selbsthilfe mit dem Ziel einer Gesellschaft, in der Verschiedenheit ohne Angst und Zwang selbstverständlich gelebt werden kann. Dazu bedarf es offener Räume, in denen sich Mitglieder marginalisierter Gruppen ohne die Erwartung von Ausschlüssen oder Diskriminierungen treffen können, in denen Peer-to-Peer-Austausch stattfindet, und eine selbstbestimmte Interessensartikulation möglich wird.

Auf der Basis dieses Grundverständnisses haben die Aidshilfen in Mittelhessen in den vergangenen zwanzig Jahren Netzwerkarbeit betrieben, die bereits zu sichtbaren Ergebnissen in den verschiedenen Communities geführt hat. Neben einer Reihe regelmäßiger Veranstaltungskooperationen für die Zielgruppen ist nicht zuletzt der CSD Mittelhessen von den Aidshilfen initiiert worden.

Ein wesentliches Vehikel unserer Arbeit sind die Runden Tische LSBT*IQ Mittelhessen in den Städten Gießen und Marburg. Sie bieten den beteiligten Akteur*innen die Möglichkeit zur Vernetzung und zum Austausch sowie zur vertieften Kooperation. Diese Art der Kooperation hat etwa zur kollektiven Beteiligung an jährlichen gesamtregionalen Internationalen Tagen gegen Homo- Bi- Inter- und Trans*feindlichkeit (kurz: IDAHOBIT) am 17. Mai geführt, die ebenfalls maßgeblich durch das Engagement der Aidshilfen initiiert werden konnten.

Im Rahmen der Runden Tische im Jahr 2018 wurde den Aidshilfen in Mittelhessen die Aufgabe herangetragen, ihrer Träger*innen- und Katalysator*innenrolle für den Ausbau der Vernetzung und niedrigschwelligen Zugänglichkeit zielgruppenspezifischer Angebote weiterhin verstärkt gerecht zu werden. Dabei wurde ein Bedarf nach weitergehenden Strukturen zur Information und Vernetzung sowie zur niedrigschwelligen Verfügbarmachung von Veranstaltungen der Akteur*innen und zur Steigerung der Sichtbarkeit von LSBT*IQ in Mittelhessen formuliert.

 

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